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PV
2026-11-05  |  Stefanie Roth

PV im Bestand: Wer rechnet bei Ihnen, ob sich das Dach lohnt?

Bevor Wohnungsunternehmen in Photovoltaik investieren, müssen sie prüfen, welche Dächer geeignet sind und welche Anlagen sich rechnen. Für diese wirtschaftliche Bewertung fehlt häufig das Spezialwissen im Haus, und passende Fachkräfte sind kaum zu finden.

Photovoltaik hat in vielen Wohnungsunternehmen keine feste Zuständigkeit. Die Technik kennt Dächer, Statik und Sanierungszyklen. Für die wirtschaftliche Bewertung einer Anlage fehlt aber meist das Spezialwissen im Haus, und Stellen dafür lassen sich derzeit kaum besetzen. So bleibt PV eine Aufgabe neben dem Tagesgeschäft, und viele Entscheidungen werden vertagt.

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Welche Dächer eignen sich für Photovoltaik?

Ob ein Dach für PV geeignet ist, hängt von seinem Zustand, der Statik, Ausrichtung und Verschattung ab. Auch geplante Sanierungen spielen eine Rolle: Da PV-Anlagen 20 Jahre und länger auf dem Dach bleiben, ist es häufig wirtschaftlicher, die Installation mit einer anstehenden Dachsanierung zu verbinden.

Photovoltaikmodule auf einem begrünten Flachdach

Wann rechnet sich eine PV-Anlage im Mehrfamilienhaus?

Ein technisch geeignetes Dach ist nicht automatisch wirtschaftlich attraktiv. Entscheidend sind die erwarteten Stromerträge, die Investitionskosten, die Fördermöglichkeiten und die Frage, wie der Strom genutzt wird.

Der Strom kann ins Netz gehen oder im Gebäude selbst genutzt werden, zum Beispiel für die Wärmepumpe oder den Allgemeinstrom. Beides rechnet sich unterschiedlich.

Welche Nutzung sich lohnt, muss für jedes Gebäude einzeln berechnet werden. Mögliche Auswirkungen auf die erweiterte Gewerbesteuerkürzung oder bei Genossenschaften auf die Steuerbefreiung sollten Wohnungsunternehmen mit ihrer Steuerberatung klären.

Welche Gebäude sollten zuerst PV erhalten?

Besonders sinnvoll ist es, Photovoltaik mit ohnehin geplanten Sanierungen zu verbinden. So können Gerüste und Baustelleneinrichtungen gemeinsam genutzt werden.

Eine Bestandsplanung, die PV gemeinsam mit Wärmeversorgung und Gebäudehülle betrachtet, zeigt, welche Dächer sich lohnen und wann die Anlagen in den Sanierungsfahrplan passen. Die Erträge können dann weitere Maßnahmen mitfinanzieren.

Auch Fördermöglichkeiten müssen früh berücksichtigt werden, da viele Förderanträge vor der Auftragsvergabe gestellt werden müssen.

Praxisbeispiel: GWG Bonn setzt PV schrittweise um

Die GWG Bonn hat gemeinsam mit AMPEERS ihren Gebäudebestand analysiert und geprüft, welche Gebäude sich wirtschaftlich für Photovoltaik eignen.

Die Genossenschaft setzt PV-Anlagen gezielt dort um, wo ohnehin saniert wird. Die Investitionsentscheidungen trifft sie selbst. Bislang wurden rund 395 kWp PV-Leistung installiert. Mit der Einspeisevergütung refinanziert die GWG weitere energetische Maßnahmen.

Zum Praxisbericht der GWG Bonn

So unterstützt AMPEERS

AMPEERS bewertet Ihren Bestand Gebäude für Gebäude, entweder mit Fokus auf PV oder gemeinsam mit Wärmeversorgung und Gebäudehülle. Sie sehen, wo sich eine Anlage rechnet, welche Nutzung für welches Gebäude passt und in welcher Reihenfolge die Anlagen sinnvoll sind.

Das geht für den gesamten Bestand oder zunächst für einzelne Quartiere, wenn Sie vor einem größeren Projekt erst prüfen möchten, ob sich PV wirtschaftlich lohnt.

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